Standard Mastiffs

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Der Kopf bietet in seinen allgemeinen Umrissen aus jedem Blickwinkel ein quadratisches Erscheinungsbild. Breite ist höchst erwünscht, sie soll im Verhältnis zur Gesamtlänge von Kopf und Vorgesicht 2/3 betragen. Der Körper ist massiv, breit, tief, lang und mächtig gebaut und steht auf weit auseinander gestellten, senkrechten Läufen. Die Muskeln zeichnen sich klar ab, Größe ist sehr erwünscht, wenn sie mit Qualität verbunden ist. Höhe und Substanz sind wichtig, vorausgesetzt, beide Merkmale stehen im richtigen Verhältnis zueinander.
Charakteristika:
Groß, massiv, kraftvoll, ebenäßig, fest gefügtes Gebäude. Eine Kombination aus Erhabenheit und Mut.
WESEN:
Der Mastiff liebt seine Familie und ist daher keinesfalls für eine Zwingerhaltung geeignet. Er mag keine lauten Töne, kein Schreien, lässt sich aber mit Liebe und Zuwendung sehr einfach erziehen. Er ist aufmerksam und beobachtend; neuen Situationen gegenüber aber abwartend und zurückhaltend. Er macht eher mal einen Schritt zurück, um aus der Distanz sich mit Neuem vertraut zu machen, was Ihm der unkundige Laie fälschlich als ängstlichkeit auslegt. Vielmehr jedoch entstammt dieses Verhalten seiner defensiven Natur, seiner hohen Reizschwelle, seiner Ausgeglichenheit und Ruhe sowie seiner hohen Sensibilität. Aggressivität ist ihm völlig fremd. All dies macht den Mastiff zu einem idealen Familienhund, der besonders gut mit Kindern und älteren Menschen umgehen kann.
KOPF UND SCHÄDEL:
Der Kopf ist breit zwischen den Ohren, die Stirn ist eben, aber mit Falten versehen, wenn die Aufmerksamkeit des Hundes erregt wird. Brauen leicht hochgezogen, Schläfen- und Backenmuskulatur gut entwickelt. Der Bogen quer über den Schädel zeigt eine abgeflachte Rundung mit einer zwischen den Augen liegenden und bis zur halben Sagitalnaht hinaufreichenden Furche. Der Fang ist kurz, breit unter den Augen, fast gleich bleibend breit bis zur Nasenspitze, stumpf und quadratisch geschnitten. So bildet er mit dem Nasenrücken einen rechten Winkel, enorme Tiefe von der Nasenspitze zum Unterkiefer; Unterkiefer breit bis zum Ende. Nase breit, mit- von vorne betrachtet- weit geöffneten Nasenlöchern; im Profil ist die Nase eben (nicht aufgeworfen) Lefzen in stumpfen Winkel von der Nasenscheidewand ausgehend, leicht hängend, so dass ein quadratisches Profil entsteht. Fanglänge im Verhältnis zur Gesamtheit von Schädel und Vorgesicht wie 1:3. Fangumfang im Verhältnis zum Kopfumfang wie 3:5.
AUGEN:
Klein, weit auseinandergesetzt; Abstand zwischen den Augen mindestens zwei augenbreit. Stopp zwischen den Augen deutlich, jedoch nicht abrupt. Augenfarbe haselnussbraun, je dunkler desto besser.
OHREN:
Klein, dünn, weit auseinander am höchsten Punkt zu beiden Seiten des Schädels angesetzt. Flach und dicht an den Wangen anliegend, wenn der Hund entspannt ist.
GEBISS:
Fangzähne gesund, mächtig und weit auseinander stehend. Schneidezähne gut aufeinander stehend (Zangengebiss) oder Vorbiss, jedoch nur so weit, dass die Zähne bei geschlossenem Fang nicht sichtbar werden.
HALS:
Leicht gewölbt, mäßig lang, sehr muskulös. Umfang etwa 2,5 bis 5 cm weniger als der Umfang des Kopfes, gemessen vor den Ohren.
VORHAND:
Schulter und Oberarm leicht schräg. Schwer und muskulös. Läufe gerade, stark und weit auseinandergestellt. Starke Knochen. Ellbogen parallel zum Körper. Gerader Vordermittelfuß.
GEBÄUDE:
Brust breit, tief und gut zwischen den Vorderläufen gelagert. Rippen gewölbt und gut gerundet. Hinterrippen tief und weit zu den Hüften zurückreichend. Brustumfang etwa 1/3 mehr als die Schulterhöhe. Rücken und Lendenpartie breit und muskulös; flach, sehr breit bei den Hündinnen, leicht gewölbt bei den Rüden. Flanken äußerst tief.
HINTERHAND:
Breit und muskulös mit gut entwickelten Unterschenkeln. Sprunggelenke gut gewinkelt, breit gestellt und im Stand und in der Bewegung gerade.
PFOTEN:
Groß und rund, Zehen gut aufgeknöchelt. Nägel schwarz.
RUTE:
Hoch angesetzt, bis zum Sprunggelenk reichend oder ein wenig länger. Breit im Ansatz und zum Ende hin in der Spitze auslaufend. In Ruhestellung gerade herabhängend und in der Erregung mit nach oben gerichteter Spitze gebogen. Die Rute darf nicht über die Rückenlinie erhoben getragen werden.
GANGART:
Kraftvoll, mühelos raumgreifend.
HAARKLEID:
Kurz anliegend, nicht zu fein an den Schultern, Hals und Rücken.
FARBE:
Apricot, Silber, Fawn oder Gestromt; auf jeden Fall sollte Fang, Nase und Ohren schwarz und die Augen schwarz umrandet sein.

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